Freitag, 26. September 2014

Rainbow Beach – wo man regenbogenfarbige Sandburgen bauen kann ;)

Rainbow Beach
Unsere weitere Reise führte uns nach Rainbow Beach. Der kleine Ort ist für zwei Dinge bekannt: zum einen für seine Lage als Ausgangspunkt für Touren nach Fraser Island, zum anderen für seinen bunten Sand, worauf der Name „Rainbow Beach – Regenbogen Strand“ ja auch schon hinweist.

Ersteres war für uns dieses Mal nicht all zu sehr von Bedeutung. Fraser Island ist die größte komplett aus Sand bestehende Insel der Welt, bietet wunderschöne türkisfarbene Süßwasserseen, Regenwälder und kilometerlange Strände. Dadurch ist sie ein sehr beliebtes Ziel für Ein- oder Mehrtagestouren. Aus Zeit- und Budgetgründen hatten wir uns allerdings gegen eine Tour dorthin entschieden.
Wichtiger war uns also Zweiteres: der bunte Sand in Rainbow Beach. 

Deutlich erkennbar - die Fahrspuren im Sand
Da es am ersten Morgen regnete, beschlossen wir spontan noch einen Tag länger zu bleiben. Den bunten Sand bei Regen zu betrachten kam für uns nämlich nicht infrage. Da siehts doch einfach nicht sooo schön aus.

Auch am Strand gibt es Verkehrsregeln zu beachten ;)
Glücklicherweise zog es aber bereits nach kurzer Zeit auf und so genossen wir wieder die Sonne und einen langen Spaziergang am riesigen Strand. Leider ist dieser auch durch Autos befahrbar, was zwar sicher Spaß macht, für Fußgänger aber eher negativ ist, da viele entlang rasen und man tatsächlich manchmal aufpassen muss nicht überfahren zu werden ;)


Den Regenbogensand mussten wir allerdings trotzdem auf den nächsten Tag verschieben, da die farbigen Sandsteinhänge nur durch einen ca. 2km langen Spaziergang am Strand entlang zu erreichen sind und dies nur bei Ebbe möglich ist.


Am nächsten Morgen war es dann soweit – Ebbe – und kein Regen und so marschierten wir drauf los. Spaziergänge am Strand sind einfach was Tolles. Besonders das Meer und den Sand unter den Füßen spüren – herrlich. Auch die teilweise dunklen Wolken sorgten für eine tolle Atmosphäre und sorgten für schöne Spiegelungen im nassen Sand.



Angeblich weist der Sand am Rainbow Beach 79 verschiedene Farben auf. Ganz so viele haben wir zwar nicht entdeckt, aber doch eine ganz Menge. Schaut selbst.

Sandsteinkliffs
Sandsteinkliffs
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Regenbogen-Sand-Kunstwerk
Viele Farben findet man als Sandstein an den Sandkliffs. Die meisten Brocken können ganz einfach in der Hand zerbröselt werden, manche hingegen sind eher fest zusammengepresst wie mehrfarbige Steine. Das Farbspektrum reicht von weiß, über Gelb-, Orange- und Rottöne, bis Braun, Grau und Schwarz. Wirklich hübsch und damit zu spielen und immer weitere Farbtöne zu suchen macht erst recht Spaß. So sollte eigentlich jeder Sandkasten für Kinder sein! ;)

Der bunte Sandstein kann einfach zerbröselt werden
Fester Sandstein
Nach zwei erneut sehr entspannten Tagen mit unheimlich gutem Essen… Fleisch, Scampi, Garnelenspieße und Grillgemüse, yummy :)… ging es am nächsten Tag weiter Richtung – ihr wisst es ja inzwischen alle – Norden!


Die Rum-Stadt Bundaberg lockte uns.

Sunshine Coast und Glass House Mountains – Urlaub vom Urlaub



Nachdem wir die letzten Tage schon sehr viel unterwegs gewesen waren, Manu große Strecken fahren musste und man eben tatsächlich auch vom Sightseeing und Besichtigen irgendwann müde wird, hatten wir beschlossen einfach mal ein bissl länger an einem Ort zu bleiben und  nur kleine Ausflüge zu machen.
Klingt in unserer Situation manchmal doof zu sagen, dass man einfach mal nichtstun möchte wo wir doch sowieso schon ewig Urlaub haben und quasi nichts anderes machen. Die meisten von euch wissen aber sicher, dass auch Sightseeing und die Hetzerei von einer Sehenwürdigkeit zur nächsten müde machen kann und die langen Strecken, die man in Australien zwischen den einzelnen Stopps zurücklegen muss, sind da auch nicht hilfreich. Wir waren also ein bisschen ausgepowert, weshalb wir mal wieder Nichtstun eingeplant hatten.
Quasi einfach mal wieder den Luxus genießen und ausleben, dass wir Zeit haben ;)


Dicky Beach - Schiffswrack der "Dicky"
Dafür hatten wir uns mit der Sunshine Coast rund um Caloundra und Dicky Beach eine sehr schöne Gegend ausgesucht und auch der Campingplatz war sehr hübsch.


All zu viel zu erzählen gibt es also gar nicht. Wir haben es genossen den Tag mit lesen, schlafen, Uno spielen, essen und sonnen zu verbringen – in den Tag hinein leben triffts recht gut!

Glass House Mountains
Ein bisschen Bewegung durfte aber natürlich auch nicht fehlen und so gings zum Wandern. Das hatten wir doch schon eine Weile nicht mehr wirklich gemacht, sind doch die meisten Wege in Australien eher kurz gehalten und wenig anspruchsvoll. Diesmal waren die Glass House Mountains unser Ziel. Welcher Berg es werden sollte wussten wir vorher nicht, wir sind einfach mal drauf los gefahren und dann spontan am ersten Hinweisschild abgebogen. Der 235m hohe Mount Ngungun sollte es also werden.

Aufstieg oder auch Spaziergang auf den Mount Ngungun

Die Glass House Mountains bestehen aus zwölf vulkanisch entstandenen Bergen, die aus einer relativ flachen Ebene herausragen und oftmals bizarre Felsformationen und Formen aufweisen. Schon bald hatten wir den Gipfel des Ngungun erreicht und die Aussicht auf die anderen „Glashaus-Berge“ konnte sich wirklich sehen lassen. Bis ich das letzte kleine Stückchen geklettert war, saß Manu natürlich schon eins höher auf seinem Felsen und ließ die Beine baumeln.



Schaut euch die hammer Aussicht selbst an.





Nach diesen entspannenden Tagen ging es weiter nach Rainbow Beach. Dort hatte es mir schon letztes Mal sehr gut gefallen und so wollten wir dorthin. Wieder blieben wir einen Tag länger als geplant, aber – wenns einem wo gefällt, wärs doch doof nicht da zu bleiben!

Brisbane – es marktet sehr ;)



Von der Gold Coast aus zogen wir weiter nach Brisbane. Tanja war ja bereits bei ihrem letzten Australienaufenthalt mehrmals dort gewesen und hatte mir zuvor bereits von dieser Stadt und dem relaxten Lifestyle dort vorgeschwärmt.

Und sie ist auch wirklich schön. Direkt am Fluss gelegen wirkt sie entspannt und städtisch zugleich. Da wir leider keinen Campingplatz bzw. keinen Stellplatz für unser Auto an einem Hostel bekommen hatten, entschieden wir uns für einen Tagesaufenthalt, obwohl man im schönen Brisbane gut und gern auch mehr Zeit verbringen kann.

Brisbane Southbanks
Es war ein Sonntag und so wimmelte es von Menschen und Märkten in der Stadt. Wir begannen unsere Erkundungstour an den sogenannten „Southbanks“. Dabei handelt es sich um eine Promenade entlang des Flusses. Dort gibt es neben vielen Parks, Grünflächen und Barbecues auch kleine Souvenirläden und Cafés, ein Riesenrad und das Highlight – den „Street Beach“ – ein wirklich schön angelegter Strand mit Pool.

Street Beach

So kann man beim Baden die Aussicht auf die andere Flussseite und die Skyline Brisbanes genießen. Das hat schon echt was.

Brisbane Skyline
Wie gesagt war Markt-Tag und wir verbrachten einige Zeit zwischen den zahlreichen Ständen. Vielleicht etwas länger als mir lieb war, aber Tanja war natürlich in ihrem Element und so wurde fleißig gebummelt, geguckt und auch ein bisschen gekauft.



Anschließend spazierten wir weiter entlang des Flusses, über den kleinen Regenwald-Boardwalk und vorbei am Riesenrad bis über die Victoria Bridge – nur um auf der anderen Seite des Flusses einen sogenannten „Suitcase Rummage“ zu finden. Darunter versteht man quasi einen Flohmarkt. Jeder bringt seine verkäuflichen Habseligkeiten in einem Koffer und dann wird gewühlt. Wieder so eine Frauensache! ;)

Der restliche Tag verging bei gemütlichem Sightseeing durch die Innenstadt wie im Flug und schon war es Zeit sich auf die Weiterfahrt zu machen. Geplant war es noch am selben Tag bis an die Sunshine Coast schaffen, wo wir gerne etwas länger an einem Ort verbringen und das gute Wetter genießen wollten.

Suitcase Rummage :)

Gold Coast und Surfers Paradise – Hochhäuser am Strand sind nicht unsere Welt



Von Byron Bay aus machten wir uns auf den Weg an die Gold Coast. Diese Region ist vor allem für ihre Freizeit- und Wasserparks, sowie ihre tollen Strände bekannt und bietet viele Attraktionen für Familien und Massentourismus-Begeisterte.
Klingt jetzt nicht so sehr nach unseren Interessen, aber Anschauen kann man sichs ja mal ;)
Und das haben wir getan.

Wir haben verschiedene Stopps entlang der "Goldenen Küste" gemacht und uns letztendlich noch ein Weilchen in Surfers Paradise mit Bummeln vergnügt. Viel los, hübscher Strand – aber so richtig gefallen tun sie uns nicht, diese Hochhäuser direkt am Strand entlang.
Natürlich hat auch diese Gegend sicher mehr zu bieten als nur Strand, Hochhäuser und viele Touristen. Da wir aber eh schon länger im Outback unterwegs gewesen waren wie geplant, beschlossen wir hier nicht all zu viel Zeit zu verbringen. War sowieso zu viel Trubel für uns ;) 

Surfers Paradise
Surfers Paradise
Kurz dachten wir schon, wir hätten das große Los gezogen. Wir haben bei einer Straßenlos-Aktion mitgemacht und Manu hat natürlich prompt den angeblichen Hauptpreis gezogen. Leider war das mit so vielen Haken verbunden, dass wir an den Preis von 2.000 Dollar sowieso nie rangekommen wären. Nur Australier und Neuseeländer zwischen 28 und 65 dürfen mitspielen. Außerdem nur als verheiratetes Paar, mit einem Gesamteinkommen zwischen 25.000 und 80.000 Dollar jährlich…usw.usw. Keine Chance da jemals irgendwas vom Preis zu sehen.

Entspannung muss sein

Also haben wir irgendwann aufgegeben, der Gold Coast den Rücken gekehrt und uns auf den Weg ins schöne Brisbane gemacht.

Donnerstag, 25. September 2014

Nimbin und Byron Bay – von Australiens alternativstem Punkt zu Australiens östlichstem Punkt

Nach unserem 1.900km Abstecher ins Outback sollte es nun natürlich wieder an die Küste gehen. Zuvor war aber noch ein Besuch in Nimbin geplant – Australiens alternativem Zentrum.

 So was hatten wir noch selten gesehen. Alle Häuser sind buntbemalt, regenbogenfarbig gestreift oder sonst wie neonfarbig verschönert. Auch die Bewohner sehen alternativ aus. Ein lustig buntes Hippie-Völkchen, gemischt mit einigen hängengebliebenen Backpackern aus aller Welt. Die Uhren ticken anders, Läden öffnen wann die Besitzer dazu Lust haben oder in der Lage sind und überall riecht es nach Gras. Marihuana wird nahezu in jedem Laden verkauft oder auch mit großen Schildern angepriesen „Best THC in town“.
Und das sogar direkt neben der örtlichen Polizeistation. Diese lässt sich davon wenig beeindrucken, das meiste lässt man den Einwohnern wohl durchgehen. Nur hin und wieder gibt es anscheinend eine Art Razzia, alles wird konfisziert und Strafen verhängt.




Nimbin und seine Bewohner sind stolz darauf quasi autark zu sein. Sie produzieren nahezu alle Lebensmittel selbst und haben rundherum Farmen mit alternativer Tierhaltung. Diese kann man sogar besichtigen, sich in einer der vielen Kunstgalerien umsehen oder in verschiedensten Shops durch Tarotkarten-, Hand- oder Kaffeesatzlesen die Zukunft vorhersagen, sein Zentrum finden und das Karma aufpolieren lassen.
Solche Öffnungs- und Arbeitszeiten wünscht sich doch jeder :)

So viel sei gesagt – geraucht haben wir nichts, aber die entspannte Atmosphäre genossen, uns umgeschaut und über den einen oder anderen Laden und seinen Betreiber ein bissl amüsiert.

Macadamia Plantagen



Ganz betüdelt von so vielen alternativen Schwingungen führte uns unser Weg über holprige Straßen, an Macadamia-Plantagen vorbei, weiter bis ins betriebsame Byron Bay.
Hier bummelten wir durch die netten Einkaufsstraßen, lauschten den Straßenmusikern und – der Klassiker in Byron Bay – bestiegen natürlich den Leuchtturm, der sich am östlichsten Punkt des australischen Festlandes befindet.

Byron Bay Leuchtturm
Östlichster Punkt des australischen Festlands

Oben angekommen war die Aussicht allein schon schön, noch deutlich verbessert wurde sie aber durch eine Gruppe von mindestens 10 Delfinen, die unten im Meer schwammen, sowie mehrere springende Buckelwale. Der Wahnsinn.



Es war einfach ein unheimlich tolles Erlebnis das gesehen zu haben und wir hätten euch gerne daran teilhaben lassen. Leider haben wir noch kein weiteres Objektiv für die Spiegelreflexkamera. Selten haben wir das so bereut wie an diesem Tag. So sieht man zwar den Wal springen, aber natürlich nur unscharf… Macht aber auch nichts. Wir habens schließlich gesehen, mit eigenen Augen – und das ist noch viel mehr wert als ein Foto ;)

Wallaby
Waaaaaaal :)
Und nochmal... :)